Sportplatz ist eine Baustelle ohne Schatten
im Mai 2000
Die Sonne brennt, Schatten gibt es keinen. Die Baustelle Sportplatz Schadeck ist schweißtreibend. Der Bautrupp des TV Schadeck ist dennoch an Wochenenden und freien Tagen ständig im Einsatz, schließlich soll es vorwärts gehen. Und das geht es, wie der Fortgang zeigt.
Von dem alten Platz ist nur noch die Lage übrig. Inzwischen ist er seines nicht unerheblichen Gefälles beraubt, und als rechtwinklig kann er künftig auch bezeichnet werden. Mit Winkeln aus Beton wird dabei die Abgrenzung zun etwas hangigen Gelände erreicht.
Die Umrandungssteine sollen an diesem Wochenende weiter gesetzt werden. Ist dies abgeschlossen, dann wollen die Mitglieder in Eigenleistung die Drainage für den Sportplatz verlegen. Die obersten zwei Schichten des künftigen Hartplatzes werden dann von einer Fachfirma aufgebracht. Die Sanierung
des Sportplatzes wird mit rund 270.000 Mark veranschlagt und ist vor allem auch deshalb notwendig, um den Rasenplatz in Hofen zu schonen. Zuschüsse gibt es durch die Stadt, den Kreis und den Landessportbund. Die Eigenleistung des Vereins summiert sich auf rund 53.000 Mark.
Der Platz ist eines von zwei Großprojekten, die bis zur Mitte des nächsten Jahres, 2001 feiert der TV sein 100-jähriges Bestehen, fertig sein soll. Projekt Nummer eins ist das "Haus der Vereine", das auf dem Gelände des inzwischen abgerissenen Sportheims gebaut werden soll. Die Runkeler
Stadtverordnetenversammlung fasste am Mittwoch zum zweiten Mal einstimmig einen Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den Bereich "Auf dem Gesetz" und "Vor dem Gebück", um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Gemeinschaftsprojekt der Schadecker Vereine zu schaffen. Die Wiederholung war
notwendig geworden, da beim ersten Mal die vorgeschriebene Auslagefrist um zwei Tage unterschritten wurde. "Der Bauantrag für das Haus der Vereine wurde dennoch weiter bearbeitet", sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Heil.
Platz für das "Haus der Vereine"
im April 2000
Zwischenstation: Ein Haufen Steine auf der Sportanlage des TV Schadeck. Ein paar Meter abseits kündete ein Schild davon, was sie einmal waren: das Vereinsheim des TV Schadeck. An den letzten Wochenenden haben die Helfer ihre langjähriges Domizil zerlegt, inzwischen ist auch der Steinhaufen verschwunden.
Der Abriss des alten ist auch zugleich das erste augenfällige Signal für das was geplant ist. Der Platz wird nämlich gebraucht, für das "Haus der Vereine", das die Schadecker gemeinsam bauen wollen. Der Bauantrag für das Gemeinschaftprojekt, das eine Bleibe für alle Ortsvereine werden soll, ist gestellt.
Ziel ist es, Mitte des Jahres mit dem Bau zu beginnen. Im nächsten Jahr will der TV sein 100-jähriges Bestehen zumindest zum Teil schon in dem neuen Haus feiern. Im Vorfeld des nun anstehenden Baus waren reichlich Vorarbeiten nötig, für die Sportanlage war ein Bebauungsplan notwendig.
Dieser war zunächst bis runter an die bestehende Wohnbebauung vorgesehen, wurde dann aber auf das reine Sportgelände abgespeckt. Das "Haus der Vereine" bleibt nicht die einzige Baustelle auf dem Gelände, der Sportplatz soll ebenfalls saniert und zu einem Hartplatz umgebaut werden. Auftakt dazu ist am
ersten Wochenende im Mai.
Stadt Runkel bürgt für den TV Schadeck
im April 2000
Die Runkeler Stadtverordentenversammlung hat sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für die Genehmigung einer Ausfallbürgschaft in Höhe von 80.000 Mark für den TV Schadeck ausgesprochen.
Der TV plant die Renovierung des Sportplatzes, ein neuer Tennenbelag und eine Beregnungsanlage sind vorgesehen. Die Gesamtkosten betragen rund 286.850 Mark.
Davon will der Verein 53.400 Mark in Eigenleistung erbringen; die Stadt gibt einen Zuschuss von 50.000 Mark. Den Rest will der TV selbst aufbringen, wozu ein Darlehen in Höhe von 80.000 Mark aufgenommen werden soll.
Countdown für Vereinshaus
im April 2000
Neben dem Sport stehen in diesem Jahr Bauarbeiten ganz oben auf der Aufgabenliste des Turnvereins Schadeck. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung stellte der Vorsitzende Klaus Samer den Vereinsmitgliedern die beiden Bauvorhaben vor.
Für das gemeinsame Haus der Schadecker Vereine, das auf dem Sportgelände entstehen soll, ist der Bebauungsplan genehmigt. Auch der Bauantrag ist fertig und wurde letzte Woche dem Bauamt vorgelegt. Mit der Baugenehmigung rechen die Vereine im Juni.
Die Arbeiten sollen in diesem Monat mit dem Abbruch des alten Sportlerheims anfangen. Die dazu nötigen Arbeiten sowie den Aushub, die Dachdeckerarbeiten und den Innenausbau werden Mitglieder der Schadecker Vereine in Eigenleistung übernehmen.
Wenn das Vereinshaus dann, laut Samer schätzungsweise im Juli 2001 steht, bietet es auf der Ebene des Sportplatz einen großen Versammlungsraum, der durch eine Faltwand trennbar ist. Dazu kommen ein Theken- und Küchenbereich sowie ein kleiner Raum für den Geangverein.
Im Untergeschoss gibt es einen großen Lagerraum, in dem unter anderem das Kirmeszelt sein Platz findet. Es kann dann direkt neben dem Haus aufgestellt werden. Auf der gleichen Ebene gibt es zwei Umkleideräume mit Duschen und kleinere Lagerräume für die Vereine.
Das zweite Bauvorhaben soll ebenfalls noch im April in die "heiße Phase" treten. Der alte Hartplatz bekommt eine neue Decke. Den Löwenanteil der Arbeiten übernimmt eine Fachfirma. Allerdings legen auch die Vereinsmitglieder kräftig mit Hand an.
Erdarbeiten, die Platzeinfassung, das Drainagesystem und das Aufbringen der groben Lavaschicht erledigen die Turner in Eigenleistung. Für die restlichen Arbeiten ist eine Firma zuständig. Rund 187.000 Mark wird das Unternehmen voraussichtlich verlangen.
Davon trägt der Verein rund 60.000 Mark, 50.000 Mark kommen von der Stadt Runkel. Kleinere Anteile tragen Kreis, Land und Sportbund.
Die Vereinsmitglieder schafften im Rahmen der Jahreshauptversammlung die Grundlage der Finanzierung. Sie stimmten der Aufnahme eines Darlehens über 70.000 Mark zu. Bei einer Laufzeit bis 2020 zahlt der Verein jeden Monat rund 600 Mark Zinsen und Abtrag.
Diese Kosten sollen vor allem durch die Miete für den Mobiltelefon-Funkmast auf dem Sportplatz wieder in die Kassen kommen. Ebenfalls auf die Zustimmung der Vereinsmietglieder stieß die Umstellung der Mietgliedsbeiträge auf den Euro ab 2001.
Damit geht eine geringe Erhöhung einher. Außerdem wird der Mietgliedsbeitrag für das laufende Jahr auf einmal und nicht in zwei Raten abgebucht, um ein größeres Finanzpolster zu schaffen.